Wien hält seit Jahren die "Rote Laterne" auf dem Arbeits-markt: Es ist nicht nur das Bundesland mit der höchsten Arbeitslosenrate (8 Prozent im Vergleich zu 6,6 in Österreich, Mai 2009), die Schere zwischen Bund und Wien geht seit Mitte der 90er Jahre auseinander (siehe Grafik). Der Anteil Wiens an den unselbstständig Beschäftigten in Österreich sinkt seit Jahren kontinuierlich und lag im ersten Quartal 2009 bei circa 23 Prozent. Vor 40 Jahren arbeitete noch ein Drittel in der Bundeshauptstadt.
*) Korrektur der UB lt. Hauptverband, 19.05.2006
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Quelle: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Arbeitsmarktservice Österreich und WIFO
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Auch wenn Wien in der jetzigen Krise im Vergleich zu den anderen Bundesländern in puncto Arbeitslosenzahlen relativ gut aussteigt, bedeutet dies jedoch noch lange nicht, dass man der Stadt Wien ein gutes Zeugnis ausstellen könnte. Die derzeitige Wirtschaftskrise betrifft in großem Ausmaß den Produktionssektor, der jedoch in Wien durch jahrelange rote Misswirtschaft schrittweise reduziert wurde. Also ist es nur logisch, dass Wien grundsätzlich geringer davon betroffen ist, was aber bei Gott keine Leistung der Wiener SPÖ darstellt.
Wien muss Zugpferd der Ostregion werden
Die ÖVP Wien setzt sich dafür ein, alle Beschäftigungs-potenziale dieser Stadt in den Arbeitsmarkt zu integrieren: beginnend bei Jugendlichen über Wiedereinsteiger/innen bis hin zu älteren Menschen. Alle Berufsbereiche sind wichtig für das Wohlergehen der Stadt, es gilt daher, alle an der Stadt teilhaben und mitgestalten zu lassen. Wien muss wieder beschäftigungspolitisches Zugpferd der Ostregion werden!
Wir fordern:
- Prüfung der Effizienz von AMS Wien und WAFF durch den Rechnungshof (insbesondere Evaluierung der Prozesskosten jedes Schulungsteilnehmers)
- Vorrang für Ausbildung und Schulung mit konkreter und individueller Berufsorientierung gegenüber allgemein gehaltenen Fortbildungskursen
- Stärkere Kooperation der Arbeitsmarktverantwortlichen von Wien und dem Umland
- Einführung einer wissen's card für mehr betriebliche Weiterbildung und Bildung in Eigenverantwortung: diese umfasst regelmäßige Bildungs-Checks zur Erkennung von Defiziten sowie ein jährliches Bildungsguthaben
- Refundierung der Kommunalsteuer bei der Einstellung älterer Mitarbeiter/innen
- Qualitätsgesicherte Kinderbetreuungseinrichtungen, die Kindern eine hochwertige Betreuung bieten und sich den Bedürfnissen berufstätiger Eltern anpassen
- Verstärkung der Zusammenarbeit mit den Unternehmen und deren Interessenvertretungen





